Schicksale aus Polen 1939-1945
Ein Gedenkort für die Opfer des Krieges und der deutschen Besatzung

Die Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung stellt eine Internetplattform vor, die dem Gedenken an die Opfer und Verfolgten gewidmet ist, die während des Zweiten Weltkriegs vom Dritten Reich unterdrückt wurden – Bürgerinnen und Bürger der Zweiten Republik Polen aller Nationalitäten und Religionen. Sie wird in Zukunft eines der Elemente des Deutsch-Polnischen Hauses sein, das in Berlin gebaut wird und ein Ort des Gedenkens, der Bildungstreffen und Information über die Opfer des Besatzungsterrors sein wird.  
Die Internetplattform wurde als eines der Bestandteile des Projekts „Schicksale aus Polen 1939-1945. Erinnen lokal & digital“ erstellt. Sie wird Informationen über alle bekannten und identifizierbaren Opfer aus Polen enthalten.
Die digitale Plattform ist ein „virtuelles Denkmal“ für Menschen, die unter den Repressionen des Dritten Reiches zu leiden hatten, und gleichzeitig eine umfassende Informationsquelle über sie. Die Datenbank wird dazu beitragen, das Wissen über das Schicksal von Millionen polnischer Bürgerinnen und Bürger während des Zweiten Weltkriegs zu bewahren, zu systematisieren und zu präsentieren sowie auf der Grundlage ausgewählter Berichte und Zeugenaussagen zu popularisieren.
Das Projekt wird im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) gefördert und in Kooperation mit dem Deutschen Polen-Institut in Darmstadt durchgeführt. Das Institut schreibt einen Wettbewerb für lokale Initiativen der Erinnerungskultur aus, die sich mit dem Schicksal polnischer Bürgerinnen und Bürger während des Zweiten Weltkriegs beschäftigen. Auf der Grundlage von auf diesem Portal zugänglichen Informationen werden Bildungsangebote vorbereitet, damit die Erinnerung an diesen schwierigen Abschnitt der deutsch-polnischen Geschichte wach bleibt und als Mahnung für die junge Generation dient.

Opfer von Krieg und Besatzung 1939-1945

Wenn Sie die Namen der Opfer anklicken, erfahren Sie mehr über ihr Schicksal

1942

Sie starben am 6. Juni

Sie starben am 6. Juni

BINEM ALTERMAN BARBER ARON ISRAEL BAUM MARIA BEILER JOSEK ISRAEL BELFER JENTA BERLINER ESTERA BLAUERUND RUTA BLIK STANISŁAW BŁASZCZYK MIECZYSŁAW BOBER MIECZYSŁAW BOBER SCHEINDLA BRACHFELD REGINA BRANDTSÄDTER CHAJA BRESLAUER ZYGMUNT BRUŚ STANISŁAW BURHARDT-BUKACKI STANISŁAW BURHARDT-BUKACKI STANISŁAW BURHARDT-BUKACKI ICEK CEDERBAUM PAWEŁ CHARYTONOWICZ FRANCISZEK CZARNIAK FRANCISZEK CZARNIAK STANISŁAW CZECH JÓZEF CZERWONKA JÓZEF CZERWONKA JÓZEF CZERWONKA JÓZEF CZERWONKA JAN DANIK JAN DANIK JAN DANIK GOLDA DERECZYNSKI SAMUEL DEUTSCH ALOJZY DĘBSKI MARIAN DOSKOWSKI SALOMON FREIMOWSKI SALOMEA FRÖHLICH JAKOB ISRAEL FUTERHENDLER PINKUS GERSZONOWICZ ANTONI GINDA ANTONI GINDA JAKOB DAWID GLEWICZER GOLDBERG CHAIM GOLDNER KUBA ISRAEL GOLDSTEIN WŁODZIMIERZ GOLINSKI PEJSACH GONSKA MORDKA GOTHELF PAWEŁ GRAJ PAWEŁ GRAJ MAJER GUTERMAN MAJER ISRAEL GUTERMAN PAWEŁ GWAJ PAWEŁ GWAJ WILHELM HALADIN WLADIMIR HARASIMOWICZ DAWID HASKLOWICZ HECHT STANISŁAW HERSZFDD STANISŁAW HERSZFELD STANISŁAW HERSZFELD ADOLF HERTZ ROZALIA HERTZ MOSZEK HOCER ALTER JAKUBOWICZ STEFAN JARCZAK MICHAEL JAREMA WŁADYSŁAW JAROSZ ZYGMUNT JEDLIŃSKI ZYGMUNT JEDLIŃSKI WŁADYSŁAW JONIEC ZYGMUNT KALINOWSKI LIBA KAPELUSZNIK JÓZEF KAPLONEK JÓZEF KAPŁONEK JÓZEF KAPŁONEK PAWEŁ KARPOWICZ PAWEŁ KARPOWICZ STANISŁAW KASPRZYK STANISŁAW KASPRZYK JEAN KIELBIK ANTONI KIEŁKOWSKI STANISŁAW KLAWITER ZBIGNIEW KOLOWSKI FELIKS KONCA HERSZ KONIGSTOK FELIKS KOŃCA FELIKS KOŃCA JAN KOZAK JAN KOZAK JAN KOZAK JAN KOZAK KRASNOWODZK FRANCISZEK KRZYSZTOŃ JÓZEF KUBICZEK JOSEF KUBISTEK CHANA KUCZYNSKA ANDRZEJ KUŁAKOWSKI ANDRZEJ KUŁAKOWSKI ANDRZEJ KUŁAKOWSKI ANDRZEJ KUŁAKOWSKI MARIAN KURKOWSKI HERMAN LANDERER HERMAN LANDERER HERMANN LANDERER WOJCIECH LEKOWSKI WOJCIECH LEKOWSKI SYKSTUS LEWKOWICZ SYKSTUS LEWKOWICZ SYKSTUS LEWKOWICZ BRUNO LONKERT MOTEL LUPKA FIDELIS ŁUKASIK FIDELIS ŁUKASIK FIDELIS ŁUKASIK MARODACHAI JÓZEF MATERNA WASYL MATIJUK JAN MAZUREK JÓZEF MERCHUT JAN MICIAK RYSZARD MIDUCH JAN MIEIAK ARTUR MILLER JAN MŁYNEK JULIAN MŁYNIK MIECZYSŁAW MOSTOWSKI NEUGRÖSCHLOWA ZYGMUNT NOGAJ ZYGMUNT NOGAJ ZYGMUNT NOGAJ PETER NOWAK PIOTR NOWAK WŁADYSŁAW NOWAKOWSKI WŁADYSŁAW NOWAKOWSKI MORDKA NUDELMAN LEON PIASECKI DANIEL PŁAWSKI DANIEL PŁAWSKI JÓZEF PODGORZAK KAZIMIERZ PODGÓRSKI KAZIMIERZ PODGÓRSKI KAZIMIERZ PODGÓRSKI LUDWIK POKORNY STANISŁAW PRZYBYLOWICZ ROMAN RADECKI ROMAN RADECKI ROMAN RADECKI ROMAN RADECKI ALEKSANDER RADOMSKI FLORIAN SAPIEHA GENOWEFA SAPIŃSKA SCHIFFOWA HELENA SEMMEL MIECZYSŁAW SEWERYN JOZEF SIGNAROWSKI JÓZEF SIGNAROWSKI ANTONI SKRZECZKOWSKI BRONISLAW SKZOKA ENGELBERT SLOWITZKI JOSEF SMEKA JÖZEF SMEKA WACŁAW SMUTNY JÓZEF SOKÓŁ EZECHIEL STERN ADALBERT STIGLITZ STÖGEROWA JAN SZCZEPANSKI BRONISLAW SZOKA JAN SZUTIAK TADEUSZ SZYKOWNY STANISŁAW SZYMANIAK MIECZYSŁAW SZYMONIAK MOSZEK TENENBAUM WALERY TOMCZAK JÓZEF TUREK ANTONI TURLIEJ WACHSBERG CHASKIEL WAJNKRANC STANISŁAW WARZBINSKI EUGEN WEISZ EUGENIUSZ WEISZ EUGENIUSZ WEISZ TEODOR WENDLER STANISŁAW WIERZBICKI ALEKSANDER WINIARSKI JOSEF WISLICKI FRANCISZEK WITAKOWSKI FRANCISZEK WITAKOWSKI FRANCISZEK WITAKOWSKI FRANCISZEK WITAKOWSKI FRANCISZEK WITAKOWSKI JAN WOJNAR JÓZEF WÓJCIK JÓZEF WÓJCIK PAWEŁ WYBRANIEC PAWEŁ WYBRANIEC PAWEŁ WYBRANIEC JAN WYŻGOŁ KAZIMIERZ ZAWADZKI

1943

Sie starben am 6. Juni

Sie starben am 6. Juni

1944

Sie starben am 6. Juni

Sie starben am 6. Juni

Schicksale aus Polen 1939-1945

Kriegsgefangenschaft
Jeńcy polscy, wrzesień 1939 (IPN)

Laut Nachkriegsschätzungen des Amtes für Kriegsreparationen fielen im Jahr 1939 66000 polnische Soldaten und Offiziere im Kampf gegen die Wehrmacht, 134000 wurden verletzt und ca. 420000 gerieten in Kriegsgefangenschaft...

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Zwangsarbeit

Eines der Hauptziele der Politik des Dritten Reiches war das Eingliedern der eroberten Gebiete in die wirtschaftliche Struktur Deutschlands sowie deren maximale Ausbeutung.

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Konzentrationslager

Die ersten Konzentrationslager entstanden in Deutschland schon im Jahre 1933. Vorbild‐Lager war das auf Heinrich Himmlers Anordnung am 21. März 1933 in Betrieb genommene KZ Dachau.

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Straflager und Gefängnisse

In den besetzten Gebieten in Polen führten die Deutschen dieselben strafrechtlichen Vorschriften und gesetzlichen Bestimmungen ein, die auch im Dritten Reich galten...

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Ghettos

Fast zur gleichen Zeit wie Hitlers Machtergreifung begann auch die Diskriminierung von Personen, die in der faschistischen Lehre als „Untermenschen“ galten. In diese Kategorie fielen Juden, "Zigeuner" und später auch Slawen.

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Germanisierung

Die deutschen Besatzer kamen relativ schnell zu dem Schluss, dass die Germanisierung der an das Dritte Reich angeschlossenen polnischen Gebiete nicht nur mittels Besiedlung durch Deutsche zu erreichen war.

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Aussiedlungen

Der grundlegende Kurs der deutschen Germanisierungspolitik in den von Deutschland besetzten Gebieten bestand in der Aus‐ und Umsiedlung der Bevölkerung aus den Gebieten...

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Besatzungsalltag

Am 1. September 1939 begann ein neuer Abschnitt im Leben der polnischen Bevölkerung. Der Krieg sowie die fünfjährige Besatzung veränderten den Alltag eines jeden Menschen.

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Ereignisse

aus den ins Dritte Reich eingegliederten Gebieten

1 IX 1939

Luftangriff auf Wieluń (über Tausend Opfer)

IX 1939 – IV 1940

"Intelligenzaktion" - Aktion der physischen Vernichtung der polnischen Intelektuellen und der polnischen Oberschicht auf dem Gebiet des besetzten Polens

IX-XII 1939

im Internierungslager Karlshof (Karolewo) wurden zwischen 4 und 10 Tausend Personen ermordet

IX 1939 - I 1940

Serie von Hinrichtungen im Szpęgawsk-Wald bei Starogard Gdański (ermordet wurden zwischen 5 und 7 Tausend Personen)

28 IX 1939

Zakroczym: Ermordung von 500 Kriegsgefangenen und 100 Stadteinwohnern durch die Wehrmacht

8 X 1939

Hitlers Erlass über die Eingliederung der nördlichen und westlichen Gebiete Polens ins Deutsche Reich

X 1939 – IV 1940

Serie von Hinrichtungen im Piaśnica-Wald bei Wejherowo (ermordet wurden zwischen 12 und 14 Tausend Personen) und in Mniszek bei Świecie (ermordet wurden ca. 10 Tausend Personen)

X 1939 – III 1941

Aussiedlung von 120 bis 170 Tausend Personen polnischer und jüdischer Herkunft aus Pommern ins Generalgouvernement

XI 1939

die ersten Hinrichtungen in Lućmierz-Wald bei Zgierz (ermordet wurden hier ca. 30 Tausend Personen)

XII 1939 – III 1941

Aussiedlung von über 280 Tausend Personen aus Großpolen ins Generalgouvernement

XII 1939

Beginn der Aussiedlungen aus dem Regierungsbezirk Litzmannstadt (bis 1945 wurden 444 Tausend Personen polnischer Nationalität ausgesiedelt)

II 1940

Beginn der Aussiedlungen aus dem Regierungsbezirk Zichenau (ausgesiedelt wurden ca. 25 Tausend Personen)

II 1940

Einrichtung des Ghettos in Łódź (Litzmannstadt)

Wiosna 1940

"Intelligenzaktion" Schlesien - Ermordung von ca. 2 Tausend Polen in Schlesien

27 IV 1940

Entscheidung über die Einrichtung des Konzentrationslagers Auschwitz

14 VI 1940

der erste Häftlingstransport ins KZ Auschwitz

22 IX 1940 – 12 XII 1940

"Aktion Saybusch" - Aussiedlung von 50 Tausend Polen aus der Region Żywiec

III 1941

Einführung der deutschen Volksliste

VIII 1941

die ersten Morde mit dem Einsatz von Zyklon B in Auschwitz

X 1941

Ermordung von ca. 3 Tausend Juden aus der Gegend von Konin

7 XII 1941

Einrichtung des Vernichtungslagers in Kulmhof (ermordet wurden hier ca. 320 Tausend Juden)

III 1942

die ersten Transporte von Juden aus Frankreich ins KZ Auschwitz

Lato 1942

Einrichtung des Netzes der ca. 30 "Polenlager" für die aus Schlesien ausgesiedelten Polen

1 XII 1942

Einrichtung des Jugendverwahrlagers in Łódź (Litzmannstadt)

X-XI 1943

Transporte von Juden aus Italien ins KZ Auschwitz

18 I 1945

Beginn des "Todesmarsches" der Häftlinge des KZ Auschwitz

Generalgouvernement

V-VII 1940

Durchführung der "AB Aktion" von den Deutschen, bei der 6.500 Polen ermordet wurden - darunter ca. 3.500 Vertreter der polnischen politischen und intellektuellen Eliten sowie ca. 3.000 Kriminelle

14 VIII 1940

der erste Transport von Warschauer Bürgern nach Auschwitz

2 X 1940

Einrichtung des Warschauer Ghettos

1 XII 1940

Einberufung des Baudienstes

IV 1941

die Zahl der im Warschauer Ghetto eingepferchten Personen erreichte das höchste Niveau - 450.000

Wiosna 1942

Beginn der "Aktion Reinhardt" - Massendeportationen der Juden in Vernichtungslager (Ermordung von ca. 2 Mio. Menschen)

17 III 1942

Einrichtung des Vernichtungslagers in Belzec

IV 1942

Einrichtung des Vernichtungslagers in Sobibor

13 VII 1942

Ermordung von ca. 1800 Juden in Józefów bei Biłgoraj

23 VII 1942

Einrichtung des Vernichtungslagers in Treblinka (hier wurden ca. 870 Tausend Juden ermordet)

XI 1942–VIII 1943

Aussiedlungsaktion in der Region Zamość (betroffen waren über 100 Tausend Personen, darunter 30 Tausend Kinder)

Jesień 1942–wiosna 1943

Intensivierung der Straßenrazzien und der Deportationen zur Zwangsarbeit

19 IV 1943

Ausbruch des Aufstandes im Warschauer Ghetto

VI 1943–VIII 1943

"Pazifikationsaktion" in der Region Zamość

14 X 1943

Häftlingsaufstand im Vernichtungslager Sobibor

2 II 1944

"Pazifikation" des Dorfes Borów von den Deutschen (ermordet wurden ca. 1200 Personen)

22 VII 1944

Ermordung der ca. 200 Häftlinge des Schlosses Lublin durch die Deutschen

1 VIII 1944

Ausbruch des Aufstandes in Warschau

VIII 1944

Ermordung der ca. 10 Tausend Einwohner des Warschauer Stadtviertels Ochota und der über 40 Tausend der Einwohner des Warschauer Stadtviertels Wola  durch die Deutschen und ihre Verbündeten

VIII-X 1944

Aussiedlung von ca. 500 Tausend der Warschauer Einwohner und von ca. 100 Tausend der Einwohner der Ortschaften in der Warschauer Umgebung

9 X 1944

Beginn der planmäßigen Zerstörung Warschaus von den Deutschen